Schloss Wichmannsdorf
Fahne
Das Schloss Wichmannsdorf

Kultur und Sehens- würdigkeiten in Kröpelin

Kröpelin ist etwa 5 km vom Schloss Wichmannsdorf entfernt:

Die "Versenkbare" Windmühle (1904) in Kröpelin. Wenn man mit dem Auto vom Markt in Kröpelin in Richtung Bad Doberan fährt, entsteht der Eindruck, die Mühle, eine Galerieholländer-Windmühle, verschwinde in den Boden und tauche wieder auf (eine optische Täuschung aufgrund der Landschaftsverhältnisse (Hügel und Senke)). Nördlich davon eine weitere Erdholländermühle (1876) ohne Flügel und Windrose als Wohnung.

Von 1996 bis 2011 befand sich das Stadtmuseum im Rathaus. Es ist seit 2011 in der Stadtbibliothek untergebracht.

Das "Herrenhaus Wichmannsdorf" wird in den Reiseführern der Region ebenso als Sehenswürdigkeit genannt. Es wurde von 2003 bis 2007 aufwendig renoviert und kann sich seither einer großen Aufmerksamkeit erfreuen.

Geschichtliches

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1177 als Crapelin. Das Kirchdorf wurde als Doberaner Klosterbesitz 1186 ausgewiesen. Aus einem deutschen Dorf bei der alten slawischen Siedlung entstand eine in Ost-West-Richtung ausgerichtete regelmäßige Stadtanlage. In einer Schenkungsurkunde des Fürsten Heinrich Borwin III. wurde Kröpelin erstmals am 25. August 1250 als Stadt (oppidum) bezeichnet. Die Verleihung des lübischen Stadtrechts wird für das Jahr davor, also 1249, angenommen. Daher entschied man sich, die runden Stadtjubiläen jeweils ein Jahr zuvor zu feiern, so 1999 die 750-Jahrfeier. Zur Entstehung des Ortsnamens benennt eine Legende einen Krüppel, der in das Stadtsiegel aufgenommen wurde. Wahrscheinlicher aber leitet sich der Name vom slawischen Wort crepelice = Ort der Wachtel ab.

Die Stadtkirche ist ein Backsteinbau, teils mit Feldsteinsockel, aus dem 13. Jahrhundert. Das breitere und höhere Langhaus aus dem 14. Jahrhundert hat in seinen drei Jochen ein Kreuzrippengewölbe. Innenstadt und Rathaus wurden im Rahmen der Städtebauförderung seit 1991 gründlich saniert.

Das Wappen

Der kriechende Behinderte ist mit dem Stierkopf bereits 1306 im Siegel von Kröpelin vertreten. Der Ortsname ist slawischen Ursprungs ("crepelita"= Wachtelfeld oder "crepelice"= Wachtelort). In späterer Zeit brachte man ihn mit dem deutschen Wort "Krüppel" in Verbindung. Der schwarze Stierkopf stellt die Zugehörigkeit zum Lande Mecklenburg durch den Verweis auf die Rostocker Nebenlinie des mecklenburgischen Fürstenhauses dar. Die Namensherleitung über den Begriff "Krüppel" wird durch eine alte Sage unterstrichen, in der ein verdienter, aber schwerverwundeter Soldat den ausstehenden Sold seitens seines zahlungsunfreudigen Herren durch den Einsatz von Klötzen als "Gehhilfe" weit besser als erwartet in Form von Landbesitz "erkriecht" und damit das Ortsgebiet erwirbt.



Die "Versenkbare" Windmühle (1904) in Kröpelin.
Fotograph: Peter Voeth





Kirche in Kröpelin.